20.11.2018

S3-Leitlinie zu malignen Ovarialtumoren aktualisiert

Quelle: aerzteblatt online, 15. November 2018

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat eine überarbeitete Fassung der Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren zur Bewertung und Kommentierung vorgestellt.

Laut den Autoren hat diese Aktualisierung einige wesentliche Änderungen der Leitlinie ergeben. Neue Studienergebnisse zu den Vorläufern des Ovarialkarzinoms, zur genetischen Beratung, den molekularpathologischen Markern, den Kombinations-Chemotherpieregimen, zu HIPEC, dem Einsatz von PARP-Inhibitoren und der Systemtherapie von Keimstrang-Stromatumoren hätten zu geänderten oder neuen Empfehlungen geführt.

Hier leiten wir Sie zur Konsultationsfassung der aktualisierten S3-Leitlinie

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16.11.2018

Aggressiver Prostatakrebs erfordert sofortige kombinierte Therapie

Quelle: aerzteblatt online, 16. November 2018

Eine Operation oder eine Strahlentherapie allein können ein aggressives Prostatakarzinom mit einem Gleason-Score von 9 oder 10 in der Regel kurieren. 

Obwohl aggressive Tumore mit einem Gleason-Score von 9 oder 10 für die meisten Todesfälle am Prostata-CA verantwortlich sind, erfolgt an vielen Zentren eine zurückhaltende Therapie. Bei den Patienten wird zunächst nur eine radikale Prostatektomie oder eine externe Radiotherapie durchgeführt. Weitere Behandlungen erfolgen erst, wenn es erneut zu einer Tumorprogression gekommen ist.

Eine deutsch-amerikanische Arbeitsgruppe plädiert in JAMA Oncology für eine frühzeitige Kombination mit einer Hormontherapie, die ihrer Erfahrung nach die Überlebenszeiten der Patienten verlängern kann.

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14.11.2018

ÖGPath: Die Pathologie auf dem Weg zum personellen Mangelfach

Quelle: pressetext.com, 12. November 2018

Die Österreichische Gesellschaft (ÖGPath) warnt davor, dass sich die Pathologie auf dem Weg zu einem Mangelfach befindet.Trotz inhaltlich bedeutsamer und enorm positiver fachlicher Entwicklung, zeichnet sich eine negative personelle Entwicklung hin zu einem Mangelfach ab.

Die Klinische Pathologie und Molekularpathologie ist ein zentrales diagnostisches Fach in der modernen Medizin. Die ÖGPath/IAP Austria hat bereits damit begonnen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit einem Maßnahmepaket den befürchteten personellen Entwicklungen entgegen zu steuern:

Mit der "Pathology Future Academy" werden derzeit in Ausbildung stehende PathologInnen intensiv gefördert. Das "Productive-Aging-Programm" soll PathologInnen nach ihrem aktiven Berufsleben ermöglichen, auf freiwilliger Basis mit Sonderverträgen auf Zeit weiter zu arbeiten.

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13.11.2018

Neuer Forschungsverbund für personalisierte Immuntherapie bei Krebserkrankungen

Quelle: aerzteblatt online, 13. November 2018

Ein Forschungsverbund namens "Quantitative Super-Resolution-Mikroskopie" soll zielgerichtete personalisierte Immuntherapien gegen Krebserkrankungen voranbringen.

Für die neuen personalisierten Krebsimmuntherapien ist es entscheidend, dass Ärzte über ein individuelles und quantitatives Antigenprofil der Tumorzellen sowie der gesunden Zellen verfügen. Jedoch sind die derzeit etablierten Nachweismethoden wie immunhistochemische Färbereaktionen für Gewebeschnitte solider Tumore und durchflusszytometrische Verfahren zum Nachweis von im Blut zirkulierenden Tumorzellen in ihrer Empfindlichkeit begrenzt und nicht für eine quantitative Erfassung weniger Antigenmoleküle pro Zelle geeignet. 

Die neue Super-Resolutions-Mikroskopie-Methode namens "dSTORM" wird derzeit an primären Zellen und Modellsystemen entwickelt sowie in einer klinischen Studie validiert. Lesen Sie hier weiter

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08.11.2018

Mikroskop als Scanner nutzen - Fraunhofer Software erhältlich über VMscope GmbH

Quelle: Pressemitteilung Fraunhofer IIS, 6. November 2018

Die Berliner VMscope GmbH lizensiert und vertreibt ab sofort die Software iSTIX® des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS. Mit der Software lässt sich ein Mikroskop mit der Kamera als manueller Scanner von Whole-Slide-Images z.B. in der digitalen Pathologie, Zytologie, Life Science-Forschung oder den Materialwissenschaften nutzen.

Der kern der Software ist eine Technologie, die die Bilder der Mikroskopkamera in Echtzeit analysiertiSTIX® sieht genau das, was der Anwender auch durch das Okular des Mikroskops sieht. Der Algorithmus fügt die einzelnen Bilder wie ein Puzzle zu einem Panorama - einem sogenannten Whole-Slide-Image (WSI) - zusammen. Der Vorteil gegenüber einem automatischen Slide-Scanner ist, dass der Benutzer schnell, einfach und vor allem kostengünstig die relevanten Regionen in einem Präparat scannen kann. Mit iSTIX® kann jeder Mikroskop-Arbeitsplatz zu einer Scanning-Station aufgerüstet werden. 

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07.11.2018

HPV-Test: Zervixscreening könnte mit 55 Jahren beendet werden

Quelle: aerzteblatt online, 5. November 2018

Das zytologische Screening nach Papanicolaou, das im Zervixabstrich nach Vorstufen des Zervix-Ca sucht, hat in den letzten Jahrzehnten sicher unzählige Zervixkarzinome verhindert. Diese Untersuchung hat jedoch Schwächen.

Eine aktuelle Computersimulation im Lancet kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass die Früherkennung des Zervixkarzinoms - die heute Frauen bis ins hohe Alter empfohlen wird - mit dem HPV-Test, der eine aktive Infektion mit den krebsverursachenden Viren nachweist, bereits im Alter von 55 Jahren beeendet werden kann, wenn im Abschlusstest keine Virusgene mehr nachgewiesen werden. Der HPV-Test, der die Gene der verursachenden Viren im Abstrich nachweist, kann etwa 96% der CIN2-Läsionen nachweisen.

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06.11.2018

5. DGP-Workshop: Update prädiktive molekular-pathologische Diagnostik - Kein Stillstand in Sicht

Quelle: dgp online, Oktober 2018

Der 5. DGP- Workshop hat gezeigt, dass der Informationsbedarf und die Informationsschübe im Bereich der Molekularpathlogie unverändert hoch sind.

Neben der Vorstellung neuester Forschungsergebnisse waren in diesem Jahr Beiträge zum Tumor Mutational Burden (TMB), zur Bioinformatik in der Molekularpathologie sowie zur Molekulardiagnostik im zentralen Nervensystem neu im Programm.

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03.11.2018

Ärztekammer Westfalen-Lippe mahnt Verbesserungen bei Leichenschau und Todesfeststellung an

Quelle: aerzteblatt online, 31. Oktober 2018

Ein verbessertes Qualitätsmanagement bei der Leichenschau und der Todesfeststellung hat die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) angeregt. Laut der ÄKWL ist die Zahl der durchgeführten Obduktionen im Augenblick zu niedrig.

Wenn per Zufallsstichprobe bei 15 bis 20 Prozent der Verstorbenen eine Obduktion durchgeführt werden würde, stiege nicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass unnatürliche Todesursachen entdeckt würden. Eine gesicherte Aussage über die Todesursache würde auch die Patientensicherheit stärken. Wichtig sei es, sich frühzeitig um die Untersuchung der Todesart zu kümmern, denn eine steigende Tendenz zur Feuerbestattung mache spätere Untersuchungen unmöglich.

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